Warum nehmen Forscher immer noch Tiere für Tierversuche - gibt es keine anderen Möglichkeiten?

Im Bereich der Alternativmethoden hat sich tatsächlich sehr vieles getan und viele sind schon seit langer Zeit verfügbar! Es wurden Wege gefunden, wie man das Leiden der Versuchtiere vermindern kann, wie man die Anzahl der Versuchstiere senken kann und wie man Versuche durch Alternativen ohne Tiere ersetzen kann. Zu einem ersten Umdenken kam es bei den Forschern aber erst durch massive Proteste von uns Tierschützern und weil mit einer Reduktion der Versuche Kosteneinsparungen möglich sind.

Es gibt also Verbesserungen für die Versuchstiere, was ihre Haltung und Betreuung angeht und auch die Anzahl Tiere konnte gesenkt werden. Hinzu kommen eine ganze Anzahl tierversuchsfreier Methoden (Computermodelle, Zell- und Organkulturen, biochemische-physikalische Messmethoden und direkte Untersuchungen am Menschen, die oft zuverlässigere Resultate liefern als Tierversuche!).

Trotzdem wird die offizielle Anerkennung solcher Alternativmethoden jahrzehntelang hinausgezögert! Die Gründe dafür sind ein zeitraubendes wissenschaftliches Überprüfungsverfahren, eine schleppende offizielle Anerkennung der neuen Alternativmethoden durch die Behörden und unterschiedliche nationale Vorschriften.

Beim Schweizer Tierschutz STS arbeitet deshalb eine eigene «Fachstelle Tierversuche und Gentechnologie».

Auch in unserer aktuellen Volksinitiative «Tierschutz -Ja!» stellen wir verschiedene Forderungen im Bereich Tierversuche:

  • Tierversuche, die mit unerträglichen Schmerzen und Leiden verbunden sind, werden verboten.
    Wo immer möglich müssen Alternativ-Verfahren angewendet werden.
  • Die Experimentatoren müssen nachweisen, dass keine Alternativ-Methoden möglich sind.
  • Bessere Haltung der Versuchstiere

 

«Wegen Ihrer Alternativmethode

haben bei uns 500 Ratten jeglichen

Lebensinn verloren!»

 

Wieso nämed so laborprofessor eigendlich tier für tierversüech, gits dänn do kei anderi möglichkeitä zum öpis erforschä? Céline (13)

 

 

 

Unser Kraxlehrer besucht zu diesem Thema Klassen und unterstützt euch auch bei eurem Tierschutz-Projekt.

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