Was bedeutet Spielen für Katzen?

Junge Katzen im Alter von ein bis vier Monaten lieben es, mit ihren Wurfgeschwistern herumzutollen, sie machen vor allem Sozialspiele. Wenn sie aber etwa sieben Wochen alt sind, wird das Objektspiel immer wichtiger, sie spielen mit Schnüren, Fellmäusen, kleinen Dingen, die sich bewegen. Die Mutterkatze bringt erst tote, dann lebende Beutemäuse, und die jungen Katzen lernen im Spiel, mit ihren Beutetieren umzugehen. Warum erwachsene Katzen mit ihren Beutetieren spielen, was wir Menschen als sehr grausam ansehen, dafür hat kein Verhaltensforscher eine vernünftige Erklärung gefunden. Manche Forscher meinen, Katzen würden so wehrhafte Beutetiere ermüden. Eins ist aber sicher: Nicht nur satte Katzen spielen mit gefangenen Mäusen, auch hungrige Katzen tun dies!

Krax’ Spieltipps für Katzen

Objektspiele

Mit erwachsenen Katzen kannst du vor allem Objektspiele machen, das heisst, an eine Schnur und einen Stecken gebundene Fellmäuse, Pingpongbälle, Baumnüsse, in Alufolie gewickelte Glöckchen oder Federn durch die Gegend ziehen, so dass die Katze dieser «Beute» auflauern, sie anspringen und packen kann. Besonders spannend ist es, wenn die «Beute» neckisch um eine Ecke verschwindet. Gerade Wohnungskatzen brauchen viele solche Beutespielanregungen, weil sie ja draussen nicht selber Mäuse jagen können. Mach diese Spielsachen so gross, dass die Katzen sie nicht verschlucken können, also etwa so gross wie eine Baumnuss!
Achtung: Dünne Schnüre und Wolle sind gefährlich, weil Katzen sich darin verheddern, sich Gliedmassen abschnüren oder die Schnur verschlucken können. Auch Nähzeug (Nadel und Faden) wird gerne zum Spielzeug für Katzen, wird dabei oftmals verschluckt und muss dann vom Tierarzt heraus-operiert werden.

Benutze darum lieber dicke Schnur oder die breiten Plastikbänder,
mit denen manchmal Pakete verschnürt sind.
Die lieben Katzen heiss.

Suchspiele

Mit Katzen kannst du spannende Suchspiele machen: Verstecke Spielsachen oder Leckerli, drinnen in einer Schachtel mit Korkzäpfen, unter Seidenpapier, auf dem Kasten, hinter dem Sofa, in einer Papiertüte ohne Henkel, an verschiedenen Orten in der Wohnung, draussen auf einem Baumstamm, und die Katze muss sie mit der Nase suchen.

Spiele basteln

Du kannst Katzen auch Spiele basteln: Verstecke zum Beispiel Leckerli in einer WC-Rolle, die du mit Seidenpapier umwickelst, oder in einer Schachtel mit vielen Löchern, durch die sie die Pfoten stecken kann (mindestens 4 Zentimeter Durchmesser), um die Leckerli herauszufischen.

Ist die Katze zu grob beim Spielen?

Jedes Mal, wenn die Katze beim Spielen die Krallen ausfährt und dir weh macht, lass sofort alles liegen, wende dich ab und beachte die Katze für mindestens 15 Minuten gar nicht mehr. Wenn du das ein paar Mal so machst, wird die Katze die Krallen beim Spielen drinlassen und sanfter spielen.

Was mögen Katzen?

Ich weiss, ...

... dass Katzen ihre Krallen schärfen müssen.

Die Katzen brauchen Kratzbäume aus Sisal oder Holz mit Rinde. Kratzen ist nicht nur Krallenpflege, sondern Katzen sagen so auch, dass sie im Haushalt der Chef sind!

... dass Katzen immer eins mehr möchten.

Darum hat es bei uns ein Katzenklo mehr als Katzen im Haushalt leben, dann gibt es keinen Klostreit unter den Samtpfoten.

... dass Katzen die Welt am liebsten von oben herab beobachten.

Ich lege aus diesem Grund Frotteetücher, Teppichstücke, Körbe und Schachteln auf Schränke, Büchergestelle und Kommoden, damit die Katzen in der Höhe bequeme Ausguck- und Schlafplätze finden.

... dass Katzen artgerechtes Futter, also Fleisch, und immer Wasser brauchen.

Bei uns stehen darum in der ganzen Wohnung mehrere Wassernäpfe herum.

 

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Wichtige Links

Informationen zur Haltung von Katzen findest du auf

www.tierschutz.com
www.tiererichtighalten.ch

 

 

Krax’ Tipp:

«Minka» von Anne Möller. Erschienen im Atlantis Verlag in Zusammenarbeit mit Krax.