Was bedeutet spielen für Pferde?
Fohlen und Jungpferde sind sehr verspielt. Sie rennen um die Wette und machen Bocksprünge. Die erwachsenen Pferde passen dabei auf, dass keine Feinde der Herde zu nahe kommen. Das Spielen ist für die Jungtiere sehr wichtig. Dabei erlernen sie die Körpersprache und den sozialen Umgang mit anderen Pferden. Gleichzeitig trainieren sie ihre Schnelligkeit und Ausweich- und Verteidigungsmanöver. Was so spielerisch und leichtfüssig aussieht, ist für Pferde in freier Natur überlebenswichtig. Erwachsene Pferde spielen eher selten. Trotzdem kann man sie manchmal aus lauter Übermut und Freude losrennen und buckeln sehen.
Krax’ Spieltipps für Pferde
Pferde sind sehr soziale Tiere, die versuchen, es uns recht zu machen. Leider kommt es im Umgang mit Pferden immer wieder zu Missverständnissen zwischen Pferd und Mensch. Das verunsichert die Pferde und als Fluchttiere versuchen sie dann der Situation zu entkommen. Sie rennen los oder fangen an zu buckeln.
Beobachte Pferde auf der Weide
Du kannst sehr viel über Pferde und ihre Art, miteinander «zu reden», lernen, wenn du sie auf der Weide oder im Auslauf beobachtest. Je besser du die «Pferdesprache» verstehst, desto einfacher ist der Umgang mit den grossen Tieren.
Das Ohrenspiel
Pferde verständigen sich oft mit kleinen Ohrbewegungen. Sind die Ohren gespitzt nach vorne gerichtet, ist das Pferd aufmerksam oder es hat etwas entdeckt, wovon es noch nicht weiss, ob es gefährlich ist oder nicht.
Sind die Ohren flach am Kopf angelegt und nach hinten gerichtet, zeigt dir das Pferd, dass ihm etwas nicht passt. Kommt zum Beispiel ein rangniedrigeres Pferd einem ranghöheren zu nahe, wird das ranghöhere seine Ohren anlegen. Damit droht das ranghöhere dem anderen Pferd und sagt ihm, es solle mehr Abstand nehmen.
Es gibt noch viele andere Gesten, mit denen Pferde sich untereinander verständigen. Findest du noch andere heraus?
Pferde mögen es, geputzt zu werden
Bitte geh nicht alleine zu Pferden. Am besten ist immer der Pferdebesitzer mit dabei.
Pferde geniessen gegenseitige Fellpflege sehr. Deswegen mögen es Pferde, gestriegelt und geputzt zu werden.
Du beginnst am Hals des Pferdes mit dem Striegeln. Den Striegel führst du in grossen Kreisen. Nach dem Hals kommt der Körper. Nachher nimmst du eine Kardätsche und putzt den aufgestriegelten Staub aus dem Fell des Pferdes. Wieder beginnst du am Hals und gehst dann zum Körper über. Der Kopf des Pferdes wird nicht gestriegelt. Für das Putzen des Kopfes nimmst du eine spezielle Bürste, sie sollte ganz weich sein. Die Mähne und der Schweif werden sehr vorsichtig gebürstet, damit du keine Haare ausreisst. Lass dir das Putzen unbedingt vorher zeigen. Viel Spass!
Was mögen Pferde?
Ich weiss, ...
… dass Pferde Herdentiere sind und unbedingt den Kontakt zu Artgenossen brauchen.
Pferde sind soziale Tiere, die Freundschaften untereinander eingehen. Deswegen darf kein Pferd alleine gehalten werden.
… dass Pferde Steppentiere sind und während der Futteraufnahme viele Kilometer zurücklegen.
Pferde brauchen sehr viel Auslauf und Bewegung. Am wohlsten fühlen sie sich, wenn sie in Gruppen in einem Auslaufstall gehalten werden.
… dass Pferde sich hauptsächlich von Raufutter ernähren, also von Heu, Gras und Stroh.
Pferde sollten jederzeit die Möglichkeit haben, Raufutter zu fressen. In der freien Natur fressen Pferde über viele Stunden.
… dass Pferde Fluchttiere sind. Sie können sehr leicht erschrecken und scheuen.
Der Umgang mit ihnen sollte deswegen immer sehr ruhig und langsam sein. Ich renne nicht herum, wenn Pferde in meiner Nähe sind. Auf keinen Fall nähere ich mich einem Pferd, ohne es vorher angesprochen zu haben. Das Pferd soll wissen, dass ich komme.
… dass ich mich niemals von hinten einem Pferd nähere.
Die Hinterhufe sind seine stärkste Waffe. Allerdings schlägt ein Pferd mit den Hinterbeinen nur aus, wenn es nicht flüchten kann. Ausschlagen ist seine letzte Verteidigung.
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Wichtige Links
Informationen zur Haltung von Pferden findest du auf
www.tierschutz.com
www.tiererichtighalten.ch





