Krax stellt vor:

Das sind wirGerade jetzt in der Weihnachtszeit begegnest du uns Eseln häufig! Wir haben unseren festen Platz an der Krippe, Maria ritt auf einem von uns auf der Flucht nach Ägypten, wir tragen den schweren Sack vom Samichlaus ... und wir treten in vielen Märchen, Geschichten und Fabeln auf! Unsere Vorfahren sind die nordafrikanischen Wildesel. Sie leben in Herden von 10 bis 15 Tieren, die von einer Stute angeführt werden. In den kargen Wüstenregionen ernähren sie sich von Gräsern, Blättern, Rinde und sind optimal an das trockene, warme Klima angepasst. |
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Das mögen wir
Wir brauchen täglich viele Stunden freie Bewegung, Kontakt zu anderen Eseln, gutes Rauhfutter, frisches Wasser und sorgfältige Hufpflege. Wir lieben warmes Klima und trockenen Boden unter unseren Hufen. Wir sind sehr neugierig und langweilen uns schnell, darum brauchen wir ganz viel Beschäftigung!

Bei uns ist Slow-Food angesagt: Wir lieben ganz kleine Portionen, die aber auf den ganzen Tag verteilt. Dabei stehen Heu und Stroh ganz oben auf unserer Hitliste. Rinde von Ästen (z.B. Haselnuss) als Knabberzeug sind gesund und eine prima Beschäftigung. Eher selten, aber als schöne Abwechslung oder Belohnung gilt bei uns ein Apfel oder ein Rüebli.

Das mögen wir nicht
Feuchter Boden und falsche Ernährung sind die häufigsten Gründe, weshalb wir krank werden. Als Wüstenbewohner fühlen wir uns in diesen Breitengraden oft nicht wohl: Nässe, Kälte, Nebel ... das alles tut uns nicht gut. Schaden tut uns auch zuviel Kraftfutter wie Getreide, Hafer, Graswürfel oder Brot: Damit würden wir schnell zu schwer und leiden dann z.B. an Hufproblemen.
Wir sind nicht einfach «kleine Pferde mit grossen Ohren» und unterscheiden uns in Vielem von ihnen: Z.B. haben Pferde nicht viel gegen Regen oder Mücken und Fliegen - uns aber nervt das. Und: In «gefährlichen» Situationen scheuen Pferde und galoppieren oft «kopflos» davon - wir hingegen bleiben dann einfach stehen.
Missverstanden und geprügelt
Obwohl uns die Menschen viel zu verdanken haben, wurden wir von ihnen kaum je richtig verstanden und behandelt. Arbeiteten wir hart und waren freundlich und geduldig, hiess es, wir seien «dumm» - wehrten wir uns gegen schlechte Behandlung, sagte man, wir seien «störrisch»!
Klar, wir haben einen eigenen Kopf - und das ist auch gut so: Wir überlegen gut, bevor wir etwas tun, ob es uns nicht womöglich schaden könnte. Wenn einer von uns ausschlägt, bockt, buckelt oder schreit, dann hat er einen guten Grund dafür.
Dahinter steckt oft sogar eine schmerzhafte Krankheit. Statt uns zu verstehen, wird leider auch heute noch gezogen, gezerrt oder gar geprügelt!
Weil wir eine bessere Trittsicherheit als Pferde haben, vorsichtig gehen und kaum je in Panik verfallen, waren wir lange das wichtigste Transportmittel vieler Menschen.
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Seit diesem Jahrhundert nehmen uns glücklicherweise an vielen Orten der Welt nun landwirtschaftliche Maschinen und Transportmittel diese Schwerstarbeit ab und da dürfen wir wieder einfach Esel sein! |
Artgerechte Haltung
Als Herdentiere möchten wir mit anderen Eseln zusammenleben!
Eine Gruppenauslaufhaltung mit viel Platz, bei der wir uns ohne Einschränkungen bewegen können, kommt deshalb unseren Bedürfnissen am nächsten.
Hier haben wir immer Zugang zum Auslauf, einem Stall oder Unterstand, einer trockenen, eingestreuten Liegefläche und Fressständen.
Ein befestigter Trockenplatz muss uns ermöglichen, auch bei Nässe immer trocken stehen zu können.
(PDF)


So kannst
du uns helfen!
Die etwa 4000 Esel in der Schweiz werden vorwiegend als Hobby von Liebhabern und Eselfreunden gehalten. Auch hier heisst es: Augen auf und genau hinschauen!
Denn einige werden mehr schlecht als recht gehalten. Mangelnde Pflege, Vernachlässigung und Langeweile führen bei uns schnell zu schmerzhaften Krankheiten und Verhaltensstörungen.
Da kannst du uns mit deinem Wissen helfen!
Bitte gib diese Infos weiter, wenn du siehst, dass Esel schlecht gehalten werden und melde beobachtete Missstände deinem regionalen Tierschutzverein und dem Veterinäramt.
Nutztier Esel
Esel
werden weltweit als Lastentiere (Gewichte tragen), Zugtiere (z.B.
eine Kutsche ziehen) und Reittiere genutzt. Esel sollten dabei
höchstens 20% ihres Eigengewichtes tragen und 150% ziehen
müssen. Eselmilch wird für Seifen und andere Kosmetika
verwendet. In einigen Regionen wird neben Pferde- auch Eselfleisch
gegessen (früher wurde in Italien Salami aus Eselfleisch
gemacht).
Achtung ist auch dort geboten, wo wir nur als fragwürdige
Attraktion und Dekoration herhalten müssen, zum Beispiel
in Freizeitparks und Schau-Bauernhöfen!

Voll daneben:
In
vielen südlichen Ferienländern (z.B. Griechenland, Türkei,
Marokko, Tunesien, Ägypten) müssen wir die faulen Touristen
tragen oder werden als «Eseltaxi» vor bunte Wägelchen
gespannt, sogar wenn wir krank, alt oder verletzt sind! Wenn wir
keine Kraft mehr haben, wirft man uns nicht selten einfach ins
Meer. Bitte auch deine Freunde, die in diese Länder reisen,
solche Quälereien mit Tieren abzulehnen und gegen sie zu
demonstrieren.
Herzlichen Dank
für deine Hilfe!
Wölfe aufgepasst!
Wir können aber auch ganz schön wehrhaft sein:Mit unseren Hufen schlagen wir sogar ausgewachsene Wölfe in die Flucht! Deshalb will man uns im Wolf-Projekt Schweiz als Schafhirten einsetzen.
Mehr Infos :
Mehr über eine artgerechte Haltung von Pferden und Esel erfährst du in unserer STS-Broschüre
«Pferde», die du bei uns bestellen kannst
im STS-Shop Empfehlungen
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Linktipp:
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