Krax stellt vor: Fuchs

Das bin ich

 

Gestatten: Rotfuchs mein Name. Hast du mich oder einen meiner Familie schon mal gesehen? Das ist nicht ganz einfach, denn wir sind sehr scheu. Wir sind vor allem abends und nachts unterwegs, auch mitten in Ortschaften. Dank unserer Vorsicht und Anpassungsfähigkeit können wir auch dort leben. Neben Luchs und Wolf bin ich der grösste in der Schweiz noch lebende Beutegreifer.

(c) juniors / liebold

Mäuse haben keine Chance: Ich bin ein ausgezeichneter Jäger und kann einen bestimmten Punkt aus bis zu 4 Metern Entfernung genau anspringen.

 

Steckbrief

Das mag ich

 

Ich brauche gesunden, sauberen Lebensraum für mich und meine Jungen! Am liebsten lebe ich im schönen Wald. Da es aber nicht mehr so viel davon gibt, nehme ich auch mal mit einem Park vorlieb. Meine Hauptmahlzeit sind Mäuse! Ich mag aber auch Früchte und Beeren sehr gern und nasche schon mal auf einem ungedeckten Komposthaufen oder einem Abfallsack. Die Gelegenheit, Hausgeflügel wie Hühner oder Gänse zu erwischen, ist aber sehr selten! Auch wenn ihr davon so viele Lieder und Spiele erfunden habt ...

(c) Juniors - oasis

Jeder Fuchs will einen sicheren, garantiert ungestörten Bau mit mindestens zwei Ausgängen. Zwar kann ich selbst einen guten Bau graben, aber oft nehme ich mit einem bereits bestehenden Bau vorlieb: Ein Dachs­bau zum Beispiel ist dafür ideal. Es kann sogar vorkommen, dass ich zusammen mit dem Dachs wohne. Es gibt Füchse, die haben schon in weniger schöner Umgebung ihre Jungen grossgezogen: In Autowracks, Komposthaufen, hohlen Parkbäumen etc. Nur die Sicherheit für die Jungen muss gewährleistet sein!

 

Das mag ich nicht

 

Die grössten Bedrohungen für uns Füchse gehen vom Menschen aus: Es ist nicht lange her, da waren wir wegen der Tollwut ständiger Verfolgung ausgesetzt. Seit 1978 arbeitet man aber mit Impfstoff-Ködern und dank dieser Massnahme gilt die Schweiz jetzt seit 6 Jahren als tollwutfrei.

Der Strassenverkehr ist immer noch eine grosse Gefahr für uns: Etwa 7'000 Füchse werden jährlich überfahren. Oft sind angefahrene Wildtiere verletzt und versuchen zu flüchten. Deshalb sind Autofahrer verpflichtet, Wildunfälle zu melden, damit nach den verletzten Tieren gesucht werden kann.

 

Die Jagd: Au weiha!

 

Tierquälerei: Fuchsjagd

Die tierquälerische Fuchsjagd, bei der wir zu Tode gehetzt werden, ist in England gerade jetzt endlich verboten worden!

Aber auch in der Schweiz werden wir gejagt. Bei der «Baujagd» werden sogar Hunde in unseren sonst sicheren Bau geschickt, um uns raus zu jagen, damit die wartenden Jäger uns schiessen können.

Deshalb setzt sich der Schweizer Tierschutz STS für ein Verbot der Baujagd aus.

Jedes Jahr werden in der Schweiz etwa 40'000 Füchse durch Jäger geschossen! Wir Füchse sind das am häufigsten gejagte Tier, obwohl dies an unserem Bestand nichts ändert. Es gibt aus wildbiologischer Sicht keinen Grund, uns zu jagen.

Auch werden die hier geschossenen Fuchspelze kaum mehr verwendet, sondern viele Füchse gleich in die Kadaver-Sammlung geworfen.

 

Beispiele Sprachgebrauch

(c) juniors / brossette

Volkslied Fuchs du hast

sts Junge Füchse spielen im Wald

 

Vielleicht denkst du ich bin irgendwie die Mischung aus Katze und Hund? Nein, nein, ich bin durch und durch ein Wildtier und gehöre zur Familie der Hundeartigen!

 

Man sagt, ich kann sogar Regenwürmer hören.

Weil ich meist Nachts

unterwegs bin, habe ich Augenpupillen wie eine Katze.

Ich kann sehr gut riechen! Menschliche Trittspuren nehme

ich sogar nach einer Stunde noch deutlich wahr.

 

Ich kann mich ganz schmal machen und so auch durch einen ganz kleinen Spalt oder ein schräg gestelltes Fenster in den Hühnerstall schleichen.

Wenn alles gut geht, kann ich etwa 8 Jahre alt werden, ganz selten sogar 12.

 

mein Pfotenabdruck

 

 

 

So kannst
du mir helfen!

 

Bitte hilf mit, dass keine Abfälle im Wald landen, die mich oder andere Waldtiere verletzen können, wie Aludosen, Plastiktaschen, Glasscherben und anderer Müll.

 

(c) juniors

Bitte füttere uns nicht!

Lock mich nicht mit Futter an und biete es mir auch nicht indirekt durch Abfälle oder herumliegendes Essen an. Es ist für euch Menschen und für uns Füchse besser, wenn wir unsere natürliche Scheu und Vorsicht behalten und nicht in eurem Quartier leben. So kannst du mithelfen, dass sich Krankheiten nicht ausbreiten. Deshalb sollte man tote Tiere auch nicht nach dem Motto «dä Fuchs holt's dänn scho» hinlegen. Da wir schnell zahm werden, ist es besser, uns zu vertreiben, anstatt zu füttern. Wenn zu viele Tiere auftreten oder zu nahe zum Menschen kommen, werden sie oft geschossen oder sogar vergiftet. Mit dieser Massnahme kannst du also verhindern, dass es so weit kommt.

 

Staunst du auch immer wieder, wie genial die Natur ist? Um dieses Gleichgewicht zu erhalten, sollten keine fremden Arten eingeschleppt werden. Wir Füchse wurden nach Australien gebracht, weil Adlige auch dort die brutale Fuchsjagd veranstalten wollten.

Weil uns in Australien natürliche Feinde fehlen, haben wir uns dort dann aber übermässig vermehrt und sind heute ein riesiges Problem für die ursprünglich dort lebenden Tiere und ihren Lebensraum!

 

(c) Peta

Wegen unserem schönen Fell werden wir gequält. Wilde Füchse werden in schmerzhaften Fallen gefangen, Millionen von Füchse werden weltweit

in schrecklichen Pelzfarmen gehalten.

 

Fuchsschwanz

Mein buschiger Schwanz gibt mir im Winter warm. Zum Glück ist es nicht mehr Mode, einen Fuchsschwanz an's Moped oder Auto zu hängen.

 

Herzlichen Dank
für deine Hilfe!

 

 

 

Stadtfuchs Zor

www.zor.ch

 

 

 

 

STS-Merkblatt

Unser Merkblatt

«Füchse im Wohngebiet»

kannst du

hier herunterladen (PDF)

oder telefonisch per Post bestellen in unserer Geschäftsstelle unter Tel. 061 365 99 99.