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Bestimmt fragst du dich, warum Tierversuche überhaupt erlaubt sind? Grundsätzlich ist es doch verboten, Tiere zu quälen! Weil die Forschung glaubt, dass Tierversuche sinnvoll seien und den Menschen helfen könnten, hat man für Tierversuche in unserem Tierschutzgesetz eine Ausnahme gemacht. Weil das die Mehrheit der Schweizer Stimmbürger OK findet, sind Tierversuche in der Schweiz heute immer noch erlaubt ...

 

Schweizer Volksabstimmungen

über Tierversuche

«Volksabstimmung zur Abschaffung der Vivisektion», Franz Weber, 1985

Volksinitiative «Weg vom Tierversuch» des Schweizer Tierschutz STS, 1992

(Ja-Mehrheiten in den Kantonen ZH, BE, AR, GR)

«Internationale Liga Ärzte für die Abschaffung der Tierversuche» (Totalverbot)

1993

Harmlose Tierversuche?

Es gibt nur wenig harmlose Tierversuche: Die allermeisten Versuche sind für die betroffenen Tiere belastend. Die Tests sind unterschiedlich: Sie können kurz dauern oder sehr lange (Tage, Wochen, manchmal sogar Jahre), mit wenig Schmerz oder mit sehr starkem Leiden für die Tiere verbunden sein.

Tierversuche sind unsicher

Übertragbarkeit?

Wie verschieden Tiere und Menschen sind, siehst du ja alleine schon an unseren unterschiedlichen Körpern, Verhaltensweisen und Sinnesleistungen!

Sind die Resultate von Tierversuchen dann überhaupt auf uns Menschen übertragbar? Die Experimentatoren sagen ja.

Der wissenschaftliche Beweis für diese Behauptung ist aber bis heute nicht erbracht. Deshalb ist jeder Tierversuch nur eine Vermutung, eine Annahme.

Tierversuche sind deshalb so beliebt in Wirtschaft und Forschung, weil man mit ihnen so gut wie alles beweisen oder widerlegen kann. Tierversuchsergebnisse können ganz nach Belieben des Auftraggebers ausfallen (so hat zum Beispiel eine Studie im Auftrag eines Tabakkonzerns ergeben, das Rauchen «nicht schädlich» sei.) Sie werden gemacht, um möglichst viel Geld mit einem neuen Produkt zu machen, zum Beispiel Medikament, Kosmetika, Putzmittel, Lebensmittel.

Deshalb werden ständig neue Produkte auf den Markt gebracht, auch wenn sie wenig sinnvoll oder sogar schädlich sind!

 

Entweder ist das Tier nicht wie wir,

dann macht es keinen Sinn

mit ihm zu experimentieren –

oder es ist wie wir,

dann gibt es kein Recht

mit ihm Versuche zu machen,

die als empörend betrachtet würden,

wenn man sie mit einem von uns machte.

Gisela Grothe

 

 

Tierschutzgesetz

Art. 2 GRUNDSÄTZE

3 Niemand darf ungerechtfertigt einem Tier Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen oder es in Angst versetzen.

 

Tiere sind wie wir

Tiere sind uns Menschen wirklich in vielem sehr ähnlich. Auch sie haben Gefühle wie wir, empfinden Schmerzen, freuen sich, können Angst haben, traurig, verzweifelt oder gestresst sein.

Tiere sind aber

auch anders

Das heisst aber nicht, dass Tiere gleich sind wie wir. Zum Beispiel fühlt sich eine Kuh auch bei einer Kälte von -15°C noch wohl, Kaninchen können Knollenblätterpilze fressen, die für uns tödlich sind, Ratten haben eine grosse Toleranz gegenüber Giften.

 

Eine Liste mit

vielen Beispielen der unterschiedlichen Reaktionen von Mensch und Tier

kannst du

hier downloaden

(PDF von «Ärzte gegen Tierversuche»)