Feuerwerk

Der ohrenbetäubende Lärm, Rauchgestank und die grellen Lichter, wenn Feuerwerk explodiert, jagen Tieren grosse Angst ein. Wer selber einen Hund hat, der deswegen in Panik gerät, oder eine Katze, die sich noch Stunden nach einem Feuerwerk nicht unter dem Bett hervortraut, kann nachempfinden, wie sich auch unzählige Wildtiere fühlen, wenn wir Menschen feiern.

Ängste werden geweckt
Viele Tiere haben empfindlichere Ohren, Augen und Nasen als wir Menschen. Hunde fürchten sich zum Beispiel auch vor Gewittern. Noch schlimmer als ein Gewitter ist für sie aber ein Feuerwerk. Feuerwerk ist für Hunde sehr unangenehm, und die meisten sind verängstigt, weil sie den Lärm, den Gestank und die Lichtblitze nicht einordnen können. Ein Feuerwerk dauert zudem viel länger als ein Gewitter und die Raketen knallen nicht nur, sondern können auch unangenehm hohe Töne erzeugen. Manche Hunde, Katzen, Pferde oder Kühe reissen bei Feuerwerk sogar aus.

Feuerwerke werden selten gezündet, weshalb sich nur langlebige und besonders lernfähige Wildtiere wie etwa der Rothirsch mit der Zeit daran gewöhnen können. Bei Rehen, Hasen und Füchsen wecken die Raketen Angst vor den Schüssen der Jäger oder dem lauten Knallen eines Blitzes.

Viele Tiere haben empfindlichere Ohren, Augen und Nasen als wir Menschen.

Höhenfeuer
Eine besondere Gefahr stellen Holzhaufen dar, die schon Tage vorher für die Höhenfeuer errichtet werden. Kleine Tiere wie Igel, Mäuse, Schlangen und Eidechsen nutzen sie gerne als trockene, gemütliche Verstecke. Wenn dann draussen Menschen auftauchen, bleiben sie erst recht im Versteck und verbrennen schlimmstenfalls bei lebendigem Leib! Daher sollten Holzhaufen immer mit einem Kleintierzaun (z.B. Krötenzaun) gegen das Eindringen von Tieren geschützt werden!

Wasservögel
Wasservögel benötigen Rückzugsgebiete für den Federwechsel (Mauser) im Hochsommer, wenn sie nicht fliegen können, und für die nahrungsarme Zeit im Winter. Feuerwerke werden gerne ausgerechnet zu dieser Zeit (1. August, Sylvester) an Seeufern gezündet! Studien aus Holland und der Schweiz haben gezeigt, dass die Vögel bei einem Feuerwerk in grossen Schwärmen flüchten und sich danach tagelang nicht mehr zur Futtersuche aus dem Schilf wagen.

Was ist zu tun?
Krax empfiehlt, «stillem» Feuerwerk wie bengalischen Zündhölzern und Vulkanen den Vorzug vor Raketen und Böllern zu geben. Feuerwerk sollte zudem nicht an Waldrändern, Seeufern, in Gärten und Parks (Rückzugsgebiete für Tiere) oder neben Ställen gezündet werden. Sinnvoller ist es, das Feuerwerk der Gemeinde zu geniessen.

Nicht alle Haustiere reagieren gleich ängstlich auf Feuerwerk. Katzen sollten im Haus gehalten werden. Hunde, die sich vor Feuerwerk fürchten, danken es ihren Haltern, wenn diese mit ihnen an feuerwerkfreie Orte verreisen. Je ruhiger sich die Menschen verhalten und je geschütztere Rückzugsbereiche die Tiere haben, desto weniger Angst werden sie ausstehen. Für besonders furchtsame Hunde gibt es spezielle Westen zum Anziehen, die ihnen ein Gefühl der Geborgenheit vermitteln sollen und in solchen Angstsituationen gute Dienste leisten können.

Ich weiss, dass …

… man unbedingt ein Schutzzaun um den Holzhaufen errichtet sollte und dieser erst kurz vor dem Abbrennen entfernt werden darf, damit keine Wildtiere darin Unterschlupf suchen und verbrennen.
… viele Tiere während eines Feuerwerks an Angst und Panik leiden! Daran sollte man denken, wenn man mit Familie und Freunden plant, wie man den Nationalfeiertag oder den Jahreswechsel feiern will!
… Feuerwerk bei Tieren tief sitzende Ängste vor Jagd und Feuer weckt.

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