Meerschwein

Meerschweinchen stammen aus Südamerika. Sie sind Fluchttiere und leben in kleinen Gruppen von einem Männchen und mindestens zwei Weibchen zusammen. Fluchttiere sind sehr aufmerksam und ergreifen beim kleinsten Anzeichen von Gefahr sofort die Flucht.

Wildmeerschweinchen bewohnen flache, nicht selbstgegrabene Erdbauten, welche sie in der Dämmerung verlassen, um auf Futtersuche zu gehen. Dabei sind sie während vieler Stunden in Bewegung. Zum Schutz vor Feinden wie Greifvögeln, Schlangen, Füchsen oder Wildkatzen verstecken sie sich im Schilf oder unter Büschen. Die Hausmeerschweinchen dagegen verstecken sich in Hütten, unter Harrassen, in Röhren oder unter Wurzelstöcken und Ästen.

Die Haltung
Die herkömmlichen Käfige sind viel zu klein für eine tiergerechte Haltung von Meerschweinchen. Auch in der Wohnung muss den Tieren ein genügend grosser Lebensraum zur Verfügung gestellt werden. In guten Zoofachgeschäften sind moderne Käfige erhältlich, welche mindestens zwei Quadratmeter gross sind.

Das Gehege sollte an einem ruhigen und hellen Ort stehen, an dem es aber nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Es muss immer für frische Luft gesorgt werden, das heisst, es sollte ab und zu gelüftet werden.

Die Einrichtung
Meerschweinchen müssen sie sich jederzeit an einen geschützten Ort zurückziehen können, sonst fürchten sie sich. Es sollten deshalb immer mehrere Unterschlüpfe bereit stehen, mindestens jedoch aber einer pro Tier. So können sich die Tiere auch gegenseitig aus dem Weg gehen, wenn sie einmal nicht beisammen sein wollen, ohne dass es zu Auseinandersetzungen kommt.

Das Futter
Heu ist das Grundnahrungsmittel für Meerschweinchen und muss immer in guter Qualität vorhanden sein. Gute Qualität heisst: relativ grobes, langfaseriges Heu, das nicht feucht oder staubig ist. Menschen und Meerschweinchen haben etwas gemeinsame: Beide können das lebenswichtige Vitamin C nicht selber im Körper herstellen. Meerschweinchen haben jedoch einen hohen Bedarf an Vitamin C. Dieser kann mit täglichem Grünfutter wie Salat, Karotten, Gurke oder Wiesenkräutern gedeckt werden.

Krax‘ Spieltipps
Wenn du mit deinen Meerschweinchen spielen willst, brauchst du viel Geduld, um das Vertrauen der Tiere zu gewinnen. Streck deine Hand ins Gehege und rede leise und ruhig mit den Tieren. Die Tiere gewöhnen sich mit der Zeit an dich und beginnen an deiner Hand zu schnuppern. Danach kannst du die Meerschweinchen daran gewöhnen, dass du sie mit dem Finger berührst. Belohne sie dabei  immer mit Futter oder Lob.

Meerschweinchen sind neugierig und entdecken gerne neue Gegenstände in ihrem Gehege. Das können Äste, Steine oder Kisten, in denen Futter versteckt werden, sein. Meerschweinchen mögen aber auch Rampen und Klettermöglichkeiten wie halbierte Baumstämme und Korkröhren. Sie freuen sich über einen Topf mit frischem Gras oder über frische Zweige mit darauf aufgespiesstem Salat. Die Zweige kannst du zur Abwechslung in einen Backstein stecken. Meerschweinchen mögen zwischendurch auch einfach einen Riesenhaufen Heu, durch den sie sich durchfressen können.

Ich weiss, ...

... dass Meerschweinchen als Fluchttiere immer genügend Unterschlüpfe brauchen. Ich stelle ihnen verschiedene Unterschlüpfe hin, Harasse, Häuschen, hohle Baumstämme, Kork- und Betonröhren.
... dass Meerschweinchen Heu, Salat und Gemüse brauchen. Menschen und Meerschweinchen sind die einzigen Lebewesen, die Vitamin C nicht selber erzeugen können, sondern in Form von Grünzeug essen müssen.
... dass Meerschweinchen in der Gruppe am glücklichsten sind. Darum halte ich mindestens zwei Tiere, die gut miteinander auskommen.
... dass ich Meerschweinchen nur streicheln darf, wenn sie sich freiwillig berühren lassen. Ich packe sie nie von oben, da sie davon grosse Angst bekommen.
... dass Meerschweinchen nachwachsende Nagezähne haben, die durch Fressen und Nagen abgenutzt werden müssen. Ich gebe ihnen darum immer viel Heu und frische Äste (Rottanne, Hasel, Obstbäume, Buche, Birke).
... dass Meerschweinchen viel Platz zum Bewegen brauchen. Ich biete ihnen innen mindestens 2 Quadratmeter, aussen mindestens 4 Quadratmeter Platz an.